Wümme Trilogie II – Der Drei-Schleusen-Rundkurs

Schleusenkultur vom Feinsten, gepaart mit dem wohl kurvenreichsten Streckenabschnitt der Wümme: Der zweite Teil der Wümme Trilogie hatte einiges zu bieten. Vom Mitpaddler geschleust werden, den Schleusenwart herbeiklingeln oder an der SB-Schleuse selbst Hand anlegen: Auf dieser Tour sollte alles möglich sein.

Kein Wunder, dass es sich mit Antje, Tanja, Claudia, Anne, Steffi, Lutz und Sebastian gleich 7 Natursportler nicht nehmen lassen wollten, Jörg auf diesen 26 km langen Streckenabschnitt zu begleiten.

Gegen 13 Uhr starteten wir also am Bootshaus und bemühten uns sogleich, einen möglichst farbenfrohen und sportlichen Eindruck auf dem ca. 3 km langen Kuhsiel-Abschnitt zu hinterlassen. Nach wenigen Metern begegneten wir einem Torfkahn, der uns bereits hier signalisierte, dass die Kuhsiel-Schleuse offenbar wieder repariert wurde und unser Drei-Schleusen-Tour nunmehr nichts mehr im Weg stehen konnte.

Nach unserem ersten Schleusengang ging es dann endlich auf die Wümme, die uns auf kurvenreichen 12 km durch das Naturschutzgebiet Blockland zur Dammsielschleuse führen sollte. Wie bereits beim ersten Teil unserer Wümme-Trilogie hatten wir auch hier den Fluss fast für uns alleine, so dass uns ein entspanntes Paddeln durch die Natur erwartete.

Nachdem wir bereits beim Gasthaus Gartelmann eine kurze Pause eingelegt hatten, bot sich bei der Dammsielschleuse die Gelegenheit zum Picknicken. Und da gab es ihn dann wieder zu sehen, den gemütlichen, genussorientierten Paddler. Zur Verteidigung ist anzuführen, dass alle Mitpaddler wesentlich fitter waren, als es für Außenstehende vielleicht den Eindruck erweckt.

So sehen genussorientierte Paddler aus

Nach der Pause stürzten wir uns mit sportlichem Ehrgeiz wieder ins Wasser – diesmal in die kleine Wümme.

Steffi und Sebastian beim sportlichen Wiedereinstieg

Das erste naturbelassenere Stück der kleinen Wümme ist offensichtlich am Wochenende durch ein erhöhtes Aufkommen von vor sich hintuckernden Motorbootkonvois gekennzeichnet. Wie der Selbstversuch gezeigt hat, können die Seekajaks mit der Geschwindigkeit der Boote durchaus mithalten, was jedoch unter der Prämisse einer dann nie enden wollenden Dieselwolke als nicht sonderlich attraktiv erschien. Im zweiten Teilstück gab es dann gepflegte Kleingartenkultur am Flussrand zu bewundern, die vom Highway-Cop über Zwergenkolonien bis zu ganzen Telefonzellen mit immer neuen „Highlights“ die Aufmerksamkeit auf sich zog.

Die kleine Wümme kurz hinter Dammsiel

Fast schon in Bootshausnähe erreichten wir dann noch eine Selbstbedienungsschleuse, den Gehrken-Stau. Diese dritte und letzte Schleuse unseres Schleusenmarathons sollte für Anne ein Betätigungsfeld bieten, um die praktische Prüfung zum „Schleusen-Diplom“ abzulegen. Leider waren auch hier die Motorbootfahrer wieder schneller, was uns aber wenigstens nochmal den Vorzug gab, uns zum Abschluss nochmal bequem Schleusen zu lassen.

Die Metallstange immer fest im Griff: Der Schleusenwart am Gehrken-Stau

Am Bootshaus wurden dann noch die letzten Details für die nächste Tour geklärt, da es gleich am Folgetag rund um den Harriersand gehen sollte.

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