Archive for the 'Berichte' Category

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Die Elbe ruft…

Zwei unglaublich Jahre hat es gedauert bis diese Tour stattfinden konnte. Mehrere geplante Elbtouren wurden aufgrund von zu viel Wind, Gewitter und anderen Unpässlichkeiten jeweils abgesagt oder auf andere Flüsse verlegt (Wümme, Ochtum, Weser). Gut Ding braucht Weile und dieses Jahr wurden wir nicht enttäuscht:
Freitagabend Treffen am Stader Sand. Im strömenden Regen fahre ich direkt nach der Arbeit los und hoffe, dass niemand wegen der schwarzen Wolken zu Hause geblieben ist. Das Wetter soll super werden, hat das Internet versprochen! Ein NSBler, zwei Warturmer und zwei Stader wollen mit und es tauchen auch tatsächlich alle auf. Vereinsübergreifende Fahrten sind immer etwas spannendes. Die Sonne bricht durch die Wolken und wir hieven die schwerbeladenen Gepäckboote in die Schwinge. Nach ein paar Paddelschlägen sind wir auf der Elbe. Jetzt fängt der Urlaub an.

Die Flut schiebt uns zügig Richtung Hamburg und eine frische Brise aus NW versorgt uns mit angenehmen achterlichen Wellen. Wir teilen uns die Elbe mit den üblichen großen Schiffen, Seglern und Motorbooten und paddeln an Steuerbordtonnen, Leuchttürmen und an Lühesand mit den großen Strommasten vorbei. Das ist “meine” Elbe und ich freue mich sehr, dass die Elbtour endlich wahr geworden ist. Dann kommt Hanskalbsand in Sicht. Am schönen Sandstrand des Nordufers gegenüber von Wedel/ Schulau gehen wir an Land und machen es uns gemütlich. Zelte aufbauen und ein Wurfsack als Wäscheleine. Während die Sonne in leuchtenden Farben hinter DOW Chemical und dem abgeschalteten AKW Stade untergeht, bringen wir ein kleines Feuer und den Grill in Gang. Durch Stockbrot wird die Lagerfeuerromatik noch abgerundet, fehlt nur die Gitarre.
Einer kleinen Nachtwanderung sind auch erwachsene Paddler nicht abgeneigt und so erkunden wir mit Sternenlicht und Taschenlampen den Strand und ein paar Trampelpfade. In einem kleinen Waldstück reflektieren plötzlich zwei Augen auf einem Baum im Schein der Taschenlampe und rühren sich kein Stück. Wir sind irritiert und halten inne. Was ist das? Die Neugierde siegt und als wir näherkommen, stellen wir verblüfft fest, dass es sich um aufgeklebte Reflektoren handelt. Weiter hinten tauchen weitere Augen auf und wir verfolgen die Fährte über einige Zeit. Doch die Insel ist 9 km lang und irgendwann geben wir auf und wandern am Strand entlang zurück. Der Wind hat nachgelassen und nur kleine Wellen schwappen auf den Sand.

Am nächsten Morgen ist der Himmel blau und nur ein paar Schäfchenwolken spenden ab und zu wohltuenden Schatten. Hauke (Warturm) ruft nach dem Frühstück seine Freundin in Steinkirchen an. Sie hat nämlich angeboten, dass, wenn uns irgendetwas fehlen würde, sie es uns bringen könnte – und, wir haben kein Bier mehr für den zweiten Abend! Die Übergabe von zwei Sixpacks geschieht vor den staunenden Augen diverser Touristen am Lüheanleger.
Wenig später queren wir das Fahrwasser und wechseln auf die Nordseite der Elbe. Wir paddeln flott mit dem Strom Richtung Westen und überholen sogar den ein oder anderen Segler, der kein Wind in den Segeln hat. Am Dwarsloch verabschieden wir die beiden Stader Kanuten, die leider keine Zeit haben uns weiter zu begleiten. Zu viert geht es weiter.

Die Landschaftsstimmung wandelt sich; wir sind in der Haseldorfer Binnenelbe und gleiten zwischen Schlickbänken und Priggen hindurch in den Haseldorfer Hafen. Hier gibt es so schöne Dinge wie Fischbrötchen, kalte Getränke und saubere sanitäre Anlagen. Herrlich! Doch allzulange Pause ist nicht drin, denn die Tide wartet nicht. Gestärkt geht es anschließend durch die Schlickinsellandschaft Richtung Pagendsander Nebenelbe. An einigen Stellen wird es beunruhigend flach, aber wir schaffen es ohne steckenzubleiben. Als wir am Bishorster Sand vorbeipaddeln folgen uns zehn Augen – fünf Seehunde ruhen sich dort aus. Ich freue mich, dass die Jungen von letztem Winter überlebt haben. Lange Jahre gab es nur einen einzigen Seehund hier.

Nach 14 km ruhigem Nebenfahrwasser queren wir hinter Pagensand wieder das Hauptfahrwasser; die Containerriesen werfen lange, sanfte Wellen. Als wir kurze Zeit später an der Nordspitze von Schwarztonnensand im Schatten einer kleinen Weide sitzen und Pause machen, befinden wir uns mitten in einem friedlichen, norddeutschen Klischeebild. Möwen kreisen über uns im blauen Himmel unter Schäfchenwolken. Leuchttürme und Windräder zieren das Elbufer, weiße Segel leuchten vor dem grünen, platten Horizont und die Wellen plätschern auf den gelben Sand der Insel… Ein traumhafter, träger Sommernachmittag.
Als die Tide gekippt ist, schieben wir die Boote wieder ins Wasser. An der Nordspitze von Schwarztonnensand wird es so flach, dass wir aussteigen und treideln. Der Grund ist sandig und wellig, weiter hinten hat sich ein Segler trockenfallenlassen, ein Reiher beobachtet unser Treiben. Das Wasser hinter der Insel ist spiegelglatt und die Nachmittagssonne taucht alles in intensive Farben. Schließlich kommt Pagensand in Sicht. In der Nähe der Südspitze ziehen wir die Boote auf den Strand und gehen erstmal baden. Die Erfrischung tut gut.

Ein kleiner Pfad führt zwischen Weiden hindurch zu einem locker mit Bäumen bestandenen Platz, wo wir unsere Zelte aufbauen und wieder eine Leine für die nassen Sachen aufspannen. Es gibt Nudeln mit Gemüse-Tomatensuppe, dazu ein Bierchen und natürlich wieder ein kleines Feuer. Als die Sonne untergeht, gehen wir an den Strand. Die sonst so braune Elbe leuchtet für kurze Zeit blau-silbern wie flüssiges Blei. Dann wird es dunkel auf der Insel und die DOW auf der anderen Elbseite leuchtet hübsch mit tausenden weißen Lichtern.
Später am Abend sitzen wir immer noch am Feuer und quatschen, als Tristan plötzlich aufspringt und durch die Weiden zum Strand läuft. Dann ruft er uns und zuerst denke ich, die ganze DOW schwimmt die Elbe hoch, so viele Lichter! Doch es ist die Queen Mary 2, die sich da majestätisch die Elbe hochschiebt. Wir sehen ihr noch eine Weile nach. So ein großes Schiff.

Am nächsten Morgen haben wir das Gefühl, schon viele Tage unterwegs zu sein und eigentlich könnte es so weitergehen, aber wir haben nur noch 5 km und dann sind wir zurück am Stader Sand. Die Sonne scheint, der Wind frischt auf und wir paddeln die letzten Kilometer gegen die Wellen zurück zur Schwingemündung. Ein Blick noch zurück auf die Inseln, Leuchttürme, Seezeichen und Schiffe – und dann ist der Urlaub vorbei. Die Elbe hat sich diesmal definitiv von ihrer schönsten Seite gezeigt und ich hoffe, noch viele tolle Touren mit vielen netten Kanuten hier machen zu können.

Tag 1: blau ca. 14 km
Tag 2: grün ca. 38 km
Tag 3: rot ca. 5 km

Elbetour 2012 auf einer größeren Karte anzeigen

Text: Julia W.
Fotos: Julia W. & Jürgen T.

Heidefluss-Tour 2012

Von Baumhindernissen, einem Schwan und anderen Herausforderungen

Am Abend des 11.5.2012 näherten sich von verschiedenen Richtungen aus Fahrzeuge dem Kanuclub Lachendorf bei Celle. Die beiden Erstankömmlinge wurden großzügig vom 1. Vorsitzenden (namens Sebastian – das kann nur ein netter Verein sein) mit einem Getränk bedacht; denn die NSB-eigene Getränkelieferung folgte erst später. Es dauerte jedoch nicht mehr lange und wir waren komplett – zu siebt plus Tristan, der uns nur an diesem Abend Gesellschaft leistete.

Wir waren alle ganz begeistert von der Größe und dem Luxus des Vereinshauses – die Stärken unseres eigenen Vereins liegen halt aktuell eher in nicht-materiellen Dingen. Trotzdem träumen wir natürlich auch…

Am Abend wurde es empfindlich kalt, aber wir hielten es tapfer draußen aus mit vielen Leckereien vom Grill und anderen mitgebrachten Köstlichkeiten. Zum Glück war das Bier von der Autofahrt noch warm und kühlte uns nicht noch weiter aus. Besonders interessant fanden wir Anettes Multifunktionsflasche: Man befülle sie abends mit kochendem Wasser und gebe einen Teebeutel hinzu. Nachts als Wärmflasche zu nutzen und am nächsten Morgen hat man warmen Tee.

Am nächsten Morgen wurde der kleine Männeranteil der Runde (die Organisatoren Sebastian und Peter) durch die Ankunft unseres Ehrenmitgliedes aus Braunschweig wieder verstärkt. Große Freude, als der Ur-Vater des NSB sich am nächsten Morgen beim Frühstück zu uns gesellte. So groß, dass wir – ganz NSB – völlig die Zeit vergaßen und ich irgendwann gegen 13:00 Uhr von den Lachendorfer Kanuten gefragt wurde: “Wolltet ihr heute nicht noch paddeln? Denkt an das Nachtfahrverbot auf der Lachte…”. Nun aber schnell. Hänger ran, in die Autos und zur 2 km entfernten Einsatzstelle.

Dort angekommen wurden die Boote abgeladen und der Pegelstand begutachtet. Da hupte plötzlich ein Auto mit Kajakdachträgern auf der Brücke. Wir sahen uns an und waren uns keiner Schuld bewusst – bis völlig aufgelöst Claudi aus besagtem Auto stieg. Dann sahen wir uns auf einmal sehr betreten an. Keiner hatte sie bisher vermisst… Oh Mann, das passiert uns nicht noch mal!

Anschließend sollten zwei Autos nach Celle zur Aussatzstelle. Die Fahrt wurde höchstabenteuerlich und ich bewunderte Sebastians unumstößliche Ruhe, mit der er den Hänger in engen Sackgassen, vollen Parkplätzen, undurchsichtigen Baustellen und völligem Verkehrschaos manövrierte. Irgendwie schafften wir es zu dem angestrebten Parkplatz und auch wieder zurück zur Einsatzstelle. Die anderen hatten inzwischen alle Boote mit laminiertem NSB- und DKV-Logo beklebt, wie es die Befahrungsregelung möchte.

Schließlich waren wir alle auf dem Wasser. Claudi da? – Ja. Ok, kann losgehen. Sebastian gab eine kurze Einführung, worauf geachtet werden sollte und ich ergänzte die gutgemeinten Ratschläge, sich nicht an Ästen festzuhalten und unter Baumhindernissen nach vorn gelehnt zu durchfahren. Beides musste wenig später bei der Fülle und Art der Hindernisse revidiert werden. Es war die reinste Turnerei und ein Riesenspaß. Drüber, drunter, rechts, links, mittendurch.

Die Liebesgeschichte, die ich Lisa erzählen wollte, entwickelte sich zur (unbeabsichtigt spannenden) Fortsetzungsstory, die alle hören wollten. Drei Sätze und dann kam schon der nächste Baum. Dann forderte wieder jemand eine Zusammenfassung der letzten Folgen, fragte etwas nach. Nächstes Hindernis. Die Fortsetzung hören Sie – nach dem nächsten Baum. “Und dann…” Oh, schon wieder ein Hindernis. Wir wurden auf der Tour nicht fertig.

Mein Stader Verein hatte damals bei irgendeiner Pfingstfahrt auf der Lachte drei oder vier Kenterungen zu beklagen, doch der NSB kämpfte sich tapfer, lächelnd und ohne Verluste durch das Dickicht. An einem Wehr mit Bootsrutsche gab es noch einige Adrenalinschübe und Paddler, welche mangels Notbremse im Busch landeten, aber das tat der guten Laune keinen Abbruch.

An einer Brücke gönnte Sebastian uns nur eine sehr kurze Pause – das Nachtfahrverbot ab 18 Uhr trieb uns voran. Wie sehr, das wurde mir erst klar, als ich Sebastian, den ich nur als jemanden kannte, der allen ins Boot hilft und als letzter hinterher kommt, plötzlich als erstes auf dem Wasser sah. Oh, jetzt ist es ernst…

Auf den letzten Kilometern legte die Lachte uns weniger herausfordernde Hindernisse in den Weg und wir kamen gut voran. An der Mündung in die Aller blies uns eine kräftige Brise entgegen und wir machten noch die ein oder andere kurze Treibpause bevor wir am Wehr umtragen mussten. Dann noch auf die andere Seite paddeln. Angekommen.

Boote aufladen, Personen auf die Autos verteilen (Wo ist Claudi?) und zurück nach Lachendorf. Irgendwie war es am zweiten Abend noch kälter. Andreas wurde herzlich verabschiedet und es kam keine neue männliche Verstärkung mehr.

Am Sonntag kam zu unserer Freude nach dem Frühstück zögerlich die Sonne raus. Vor der Heimfahrt standen uns noch 10 km Örtze bevor und wir kamen wesentlich eher los als am Tag zuvor (Claudi dabei? – Ja.). Sogar das Umfahren der Autos klappte wie am Schnürchen. Dafür wartete das Abenteuer dann an der Einsatzstelle am Steg in Eversen.

Ein leicht arrogant wirkender Schwan beäugte kritisch umkreisend unseren Aufbruch. Mein Vorschlag, ihm unsere DKV-Ausweise zu zeigen, als Beweis, dass wir hier zu dieser Jahreszeit auch fahren dürfen, wurde nicht erhört. Als alle auf dem Wasser waren, mischte er sich unschuldig unter die lospaddelnde Gruppe, um sich dann unauffällig zurückfallen zu lassen und hinterhältig Sebastian und Lisa von der Gruppe abzuschneiden. Er bemühte sich sehr unsensibel um Lisas Gunst und scheiterte kläglich. Hocherhobenen Hauptes glitt er daraufhin von dannen und Lisa stand die durchgemachte Angst ins Gesicht geschrieben. Lieber 30 Bootsrutschen und 150 Bäume als ein Schwan.

Ansonsten war die Örtze weniger aufregend als die Lachte, aber wirklich sehr idyllisch. Im zweiten Teil der Strecke lagen dann mehrere Bäume so quer, dass kein Durchkommen möglich war. Wir nutzten das Umtragen der Boote für ein gemütliche Pause. Das anschließende Einsteigen war eine kleine akrobatische Herausforderung, welche jedoch alle bestens bewältigten.

Auf den letzten Metern gelang es mir, die Fortsetzungsgeschichte für die treuen Zuhörerinnen Lisa und Anette zu einem Happy End zu bringen. In Wolthausen angekommen gab es dann noch ein abschließendes Gruppenfoto bevor sich die Teilnehmer auf verschiedene Fahrzeuge verteilten und seufzend zur Kenntnis nahmen, dass das schöne Wochenende schon wieder vorbei war. Wo ist Claudi? – Schon weg.

Nochmal! Und: Ganz herzlichen Dank an Peter und Sebastian für die Organisation!

Tag 1: rot
Tag 2: blau


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Text: Julia
Fotos: Peter

26. Weser-Tidenrallye

Jedes zweite Jahr findet die Tidenrallye auf der Weser statt. Das ist ja eigentlich gar nicht so weit weg vom NSB, oder? Wieso also nicht mal vom Heimatverein lospaddeln! Leider fand sich nur niemand vom NSB, der die ganze Aktion mitmachen wollte (zugegeben – die Idee war etwas kurzfristig). Dafür konnte ich Rainer aus meinem Stader Verein für die Tour begeistern.

Die Anfahrt von Stade nach Bremen war vatertagsbedingt etwas gefährlicher als sonst und wir mussten immer wieder schwankenden Fahrrädern und unzurechnungsfähigen Fußgängern ausweichen. Beim NSB angekommen waren die Boote schnell beladen und wir glitten über die kleine Wümme; begleitet vom Gröhlen der Väter und derer, die es noch werden wollen sowie von einigen vom rechten Weg abgekommenen Frauen. Unsere Seekajaks wirkten etwas deplatziert auf der schmalen kleinen Wümme, aber Ziel war ja auch die Weser.

Die kleine Schleuse wurde von unermüdlichen Jugendlichen bedient, die wir mit Müsliriegeln bezahlten; bei der Schleuse von Dammsiel mussten wir kaum warten und waren schnell auf der Wümme. Diese war gespickt mit Bierflaschen (Merken: nächstes Jahr Vatertag mit dem Kanadier Pfandflaschen sammeln und ein Vermögen machen), machte jedoch noch keine rechten Anzeichen, in die gewünschte Richtung zu fließen. Stauwasser. Wir brauchten aber nicht lang zu paddeln bis die einsetzende Ebbe uns erfasste und zügig Richtung Lesum schob.

Am imposanten Schulschiff trieben wir vorbei auf die Weser, die uns mit einigen Kabbelwellen begrüßte. Bis Rönnebeck, unserem ersten Ziel, war es nicht mehr weit. Mit Blick auf “Dock 3” bauten wir die Zelte auf und beobachteten die Vorbereitungen des Silberziels der Tidenrallye. Es war empfindlich kalt und wir verzogen uns bald in die Zelte.

Am nächsten Morgen punkt 8:00 Uhr wurden wir, wie uns angekündigt worden war, durch das Getöse eines Hochdruckreinigers geweckt – für die Tidenrallye muss es schier sein. Dann hieß es warte, warten, warten… bis Tristan kommt und das Wasser in die richtige Richtung läuft. Kurz nach Mittag war es soweit und unsere zu drei Leuten angewachsene Gruppe stach in die Weser. Tristan paddelte seinen Zweier allein, um am nächsten Tag Olaf (vom KSF) für die Tidenrallye zu sich ins Boot nehmen zu können.

Mit ungefähr 4 Bft. von achtern bauten sich nette Wellen auf, die man zum Teil abreiten konnte. Tristan nutzte den Wind außerdem, um seine Konstruktion eines verstärkten Regenschirms zu testen – mit erstaunlichem Erfolg. Das zog ganz gut.

Unsere Geschwindigkeiten mit Durchschnitt und Spitzen wurden natürlich gebannt auf dem GPS verfolgt:
Bremen-Nordenham: 3h 34min, 09,5 km/h Ø, 14,5 km/h max
Nordenham-Bremen: 4h 27min, 10,0 km/h Ø, 13,4 km/h max

Schneller als erwartet kamen wir in Nordenham an. Dort standen schon viele Zelte und es roch verlockend nach Grill. Eine Wurst und ein paar Alster später gab es eine Sicherheitsschulung zum Thema Kälte mit neuen spannenden Erkenntnissen, die leider nicht bei allen auf Interesse traf.

Die folgende Nacht war eher wenig erholsam, da eine Party den Zeltplatz mit Gelächter und Musik beschallte und (kaum war das verstummt) morgens um 6 Uhr schon die ersten Frühaufsteher Krach machten. Hallo?! Der Start ist um 10:00 Uhr!

Die Zeltwiese leerte sich im Laufe des Morgens und das Hafenbecken füllte sich mit den unterschiedlichsten Kanuten und DLRG-Fahrzeugen. Als dann die Rede des LKV-Vorsitzenden zu einem Ende kam, durften wir endlich los. Hunderte von Paddlern schoben sich auf die Weser, wo sich das Feld relativ schnell in die Länge zog. Rainer und Tristan mit Olaf ließen mich bald zurück und ich schaltete meinen “Langstrecken-Paddel-Modus” ein. Nicht denken, nur paddeln und die Stimmung genießen. Es wehte kaum Wind und je näher wir Bremen kamen desto mehr riss die Wolkendecke auf.

Nach knapp vier Stunden wurde ich aus meiner Paddeltrance gerissen, weil ich mit anderen gemeinsam vor der Querung in die Lesummündung ein Schiff abwarten musste. Da traf ich dann zu meiner Freude Tristan und Olaf wieder. Die letzten Meter bewältigten wir gemeinsam. Beim Goldziel (Tura) angekommen holten wir uns die wohlverdienten Medaillen ab und begossen unser Ankommen mit verschiedenen Getränken. Rainer war bereits 45 Minuten vor uns angelandet – als neunter. Hut ab!

Nach und nach leerte sich die Wiesenfläche von Tura. Tristan und Olaf fuhren per Auto nach Hause. Das ein oder andere Zelt wurde noch aufgebaut, das ein oder andere Bier getrunken und schließlich verkrochen sich alle in ihre Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen packten Rainer und ich das letzte Mal für diese Tour unsere Zelte zusammen und machten uns auf den Weg zurück zum NSB, diesmal über Kuhsiel. Leider hatte ich das mit der Tide nicht richtig eingeschätzt und wir paddelten die ganze endlos erscheinende Strecke im Stauwasser. In Kuhsiel wartete Tristan bereits auf uns, um uns die letzten Kilometer zu begleiten und uns das lange Elend des Kuhgrabens durch Ablenkung erträglich zu machen (Danke dafür!).

Nach 130 km in vier Tagen kamen wir schließlich wieder beim NSB an. Boote aufladen und zurück gen Norden… Der Muskelkater ist inzwischen den Muskeln gewichen, die Blasen an den Händen der Hornhaut und ich freue mich schon auf 2014.

Bremen-Nordenham = blau
Nordenham-Bremen = gelb


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Text und Fotos von Julia

Die NSB-Wattwandertour 2012 nach… Spiekeroog oder Baltrum? Ja, wo laufen sie denn hin???

Nachdem die Anmeldungen doch „ein bisschen“ spärlicher als im letzten Jahr eingingen, sah es zunächst nach einer lustigen Drei-Frauen-Runde aus, die sich auf eine Spiekeroog-Wanderung geeinigt hatte. Zelt und Trangia sowie das Wattläufer-Equipment eingepackt und los an die Küste!
Und dann kam aber auch wirklich alles anders! Wind, Wetter und Wattführer waren uns nur mäßig wohlgesonnen: Der Wattführer, von seiner Samstag-Wanderung heimgekehrt erreichte die beiden voll entschlossenen Wattmädels abends in der Neuharlingersieler Kultkneipe Dattein telefonisch, nur um abzusagen. Es sei ja doch ziemlich windig, könnte Schauer geben und auch mit 20 cm mehr Wasser sei zu rechnen. Er wüsste zwar schon, dass die NSB-Frauen hart im Nehmen seien, aber es gäbe ja auch komfortverwöhnte Küstengäste, die sich außer uns noch angemeldet hätten…
Nachdem die Dritte im Bunde aufgrund dieser Schlechtwetter-Info gleich die morgendliche Anreise verweigerte, ersonnen die beiden NSBlerinnen prompt – angefeuert durch zahlreiche Fußballfans, Alster, Ostfriesentee und geheimnisvolle „Rotbäckchen, Rotbäckchen“-Rufe – die Pläne B und C: Es gibt ja so viele Inseln – war da nicht was mit Baltrum? Motto: „Machen wir das Beste draus!“ Prompt ließen wir uns darauf einen ausgeben, um dann zügig zu verschwinden… Zeitig ging es in die Schlafsäcke, denn 6:30 war Wecken angesagt, die Tide gibt den Tag vor.

Der Wetterbericht war zwar konfus, hielt sich aber halbwegs dran: Nachts flaute der Sturm zu einem strammen Küstenwind ab, der Regen nieselte sich morgens zu Ende, trotzdem musste das Zelt noch nass eingepackt werden. Als wir uns nach einem preisgünstigen und leckerem Frühstück beim schon einigen NSBlern bekannten Lecker-Bäcker Hinrichs auf dem Weg nach Nessmersiel, dem Startpunkt für Baltrum-Fähren und -wanderungen aufmachten, schien schon die Sonne!

Und auch dann hielt es sich gut: Bis auf ein paar dünne Tropfen, die sofort wegwehten, blieben wir verschont von Regen! Dazu Sonne, strammer Wind und gar nicht böse viel Wasser von unten. Trotz der vom Wind aufgepeitschten kleinen Mini-Wellen auf den Prielen gelangten wir trockenen Hinterns nach Baltrum. Unterwegs gab es Baby-Wattwurm- und große Wattwurmhaufen zu sehen, Austern, Sandklaffmuscheln, Bäumchenröhrenwurm-Bäumchen, allerhand Vögel, u.a. eine Entenfamilie und – das konnte erst zu Hause mittels Bestimmungsbuch festgestellt werden – eine zierliche rosa „Baltische Plattmuschel“, auch genannt „Rote Bohne“. Leider blieb keine Zeit für eine ausführliche Inselbesichtigung, für ein kleines Picknick im beschaulichen Ort reichte es aber noch. Die überquellende Fähre zurück war ein echtes Kontrastprogramm zur Ruhe und Weite des Wattenmeeres. Um ein Erlebnis reicher kehrten wir am späten Nachmittag heim.

Ochtum Rundtour

Trotz des nur mäßig guten Wetterberichts haben sich 8 Paddler/innen gefunden, um den 10,5 km langen Ochtum Rundkurs zu erkunden.

Bei kühlem Wetter aber ohne Regen trafen wir uns um 13 Uhr am Bootshaus um den Anhänger zu beladen und in die Nähe des Flughafens zu fahren. Wegen leichtem Hochwasser stand der “Steg” unter Wasser und wir sind auf das Wiesenstück daneben ausgewichen.

Nachdem niemand ins Wasser gefallen ist, ging es zuerst entlang des Flughafens Richtung WSC Fink und WV Warturm bis zur Kekspause am Warturm Wehr. Hinter dem Warfelde Wehr paddelten wir auf der neuen Ochtum um die Inseln herum bis zu unserer Einstiegsstelle am Flughafen zurück.

Gerade wegen der schönen Landschaft werden wir die Tour bestimmt noch öfters veranstalten.


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Foto von Sebastian.

Zum Konzert paddeln?

Es war mir bisher nie in den Sinn gekommen, dass man meine beiden Hobbies Kajakfahren und irische Musik miteinander verbinden könnte. Das änderte sich ziemlich genau am 22.4.2012. Ich war dabei zu planen, wie und mit wem ich zum Konzert der “Chancers” auf die Batavia, das Theaterschiff in Wedel (Hamburg), kommen würde. Mit dem Auto über Hamburg eine reine Weltreise, mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine unsichere Irrfahrt, und mit der Lühe-Schulau-Fähre? – Die fährt ab 18:00 Uhr nicht mehr.
Da kam dann die Idee. Es hat ja auch viel mehr Stil, mit einem Boot zum Schiff zu fahren! Wieso nicht mit dem Kajak? Es sind nur ca. 15 km von Stade. Als ich dann mit Hilfe der kleinen blauen Paddlerbibel feststellte, dass die Tidenzeiten nicht besser hätten sein können, stand für mich fest: Diese Tour will gemacht werden.

Von den Stader Vereinskanuten hagelte es freundliche Absagen. Dann fiel mir der NSB ein. Dieser grandiose Verein hatte ja letztes Jahr schon mal bewiesen, dass es tatsächlich auch Bremer gibt, die sich mal aus Bremen heraus in die nördliche Richtung wagen. So also auch dieses Mal. Willie war dabei. Wir kannten uns zwar nicht, aber jemand, der auf so eine Aktion Lust hat, konnte nicht verkehrt sein. Da war ich mir sicher – und ich lag richtig.

Ich holte ihn am Freitag Nachmittag vom Stader Bahnhof ab und dann kurvten wir zum Stader Verein. Ein passendes Kajak für Willie war schnell gefunden und vor einem bedrohlich dunklen Himmel packten wir unsere Boote. Über Wedel war der Himmel aber blau und die regenschwangeren Wolken ließen wir fröhlich auf der niedersächsischen Elbseite.

Auf der Elbe pustete eine gute Brise aus Südost und versorgte uns mit Gegenwind und etwas Welle. Hinter Lühesand wurde es ruhiger. Am Ende der Insel querten wir das Fahrwasser. Ich liebe diese Stimmung auf der Elbe mit den großen Containerschiffen, den Seglern, den Seezeichen, den Seevögeln und den Inseln inmitten dieses weiten Himmels.

Eine Reihe von Priggen zeigte uns den Weg in die Wedeler Au. Das auflaufende Wasser schoss in einer beachtlichen Geschwindigkeit durch das kleine Sperrwerk und hinter dem Deich änderte sich schlagartig die Stimmung. Das Wasser war spiegelglatt und wir glitten mit leisem Geplätscher an Schafen und Windmühlen vorbei. Wenig später wand sich die Wedeler Au malerisch durch einen Schilfgürtel bevor wir an unserem ersten Ziel ankamen, dem Motorbootclub Schulau, dem schönsten Naturhafen an der Unterelbe (laut Hafenmeister). Während wir unsere Zelte aufbauten, wurden wir vom ersten Vorsitzenden fürsorglich mit erfrischendem Dithmarscher und norddeutschem Unterelbeklönschnack versorgt.

Die Batavia lag noch einen knappen Kilometer weiter flussaufwärts. Wir wussten zwar, dass bei der Batavia ein Schlengel zum Anlegen ist, aber wir waren nicht sicher, wie groß das Zeitfenster ist, in dem der Schlengel auch wirklich schwimmt, denn die Wedeler Au läuft bei Ebbe fast leer und hinterlässt nichts außer ein weiches Schlickbett. Wir waren daher kurz am Zögern, ob wir nicht doch besser zu Fuß zur Batavia laufen sollten, doch die Abenteuerlust siegte und so saßen wir kurze Zeit später wieder in den Booten.

Das Konzert war ausgebucht und auf dem kleinen, urigen, alten Flusskanonenboot saßen die Zuhörer dicht gedrängt. Der letzte freie Platz war direkt vor der Bühne, wo die fünf Musiker völlig unplugged ihr bestes gaben und die Gesellschaft mit viel Humor und Können durch ihre drei Sets führten. In dieser Atmosphäre schmeckte das Guinness besonders gut und die Füße wippten automatisch im Takt. In den kurzen Pausen waren wir mit den Kajaks immer wieder Thema und kamen mit vielen Leuten ins Gespräch.

Gegen Mitternacht war die letzte Zugabe gegeben und wir schwankten glücklich über den schwankenden Schlengel in unsere Kajaks. Es war noch ausreichend Wasser da. Nachts zu paddeln ist immer wieder faszinierend. Den Flusslauf erkannte man nur daran, dass sich der etwas hellere Himmel im Wasser spiegelte. Mit einem Gefühl der Schwerelosigkeit schwebten wir mit dem ablaufenden Wasser und kaum Paddelschlägen zurück zum Motorbootclub. Dort waren wir schnell in den Schlafsäcken. Aber statt lieblichem, irischen Gedüdel im Kopf hatten wir die Partymucke eines Jahrmarktes um die Ecke in den Ohren.

Am nächsten Morgen platterte der Regen auf die Zelte und wir verkrochen uns für das Frühstück im Clubhaus mit bunt zusammengewürfeltem Mobiliar und Radio NDR1-Welle Nord.

Gegen 9:00 Uhr ließ der Regen nach und der Fluss begann abzulaufen. Das war das Zeichen zum Aufbruch. Kurze Zeit später waren wir wieder auf dem Wasser. Mit dem Ebbstrom flitzten wir durch das Sperrwerk und waren dann wieder auf der Elbe. Zuerst blieben wir am Nordufer. Von Hamburg her war eine endlose Perlenkette an weißen kleinen Segeln flußabwärts unterwegs; von der Nordsee kam ein kleines Containerschiff die Elbe hoch. Wir passierten rote Tonnen und Kardinalzeichen und sogar ein Seehund ließ sich blicken.
Hinter Lühesand querten wir wieder das Fahrwasser. Wenig später ließen wir das abgestellte Stader AKW links liegen und bogen schließlich wieder in die Schwinge ein. Beim Stader Verein hieß es Boote auspacken, putzen, wegräumen und dann selbst unter die wohlverdiente Dusche. Schließlich brachte ich Willie wieder zur Bahn.

Wir waren uns einig, dass es eine sehr gelungene spontane Tour war, die man gut mit mehreren Leuten wiederholen könnte. Ich werde mal schauen, wann die nächste nette Aktion auf der Batavia mit passender Tide zusammenfällt…

Text und Fotos von Julia.

Italienisches Kohlpaddeln

Wir sind auch diesem Jahr dem mittlerweile zur Tradition gewordenen „Kohlpaddeln“ treu geblieben: Andere laufen mit dem Bollerwagen durchs Blockland, wir paddeln. Dabei kommen Spaß und Spiele natürlich nicht zu kurz.

Am 17.03. war es soweit! 10 Paddlerinnen und Paddler starteten am Bootshaus zum Kohlpaddeln auf der Kleinen Wümme und dem Kuhgraben. Mit jeder Menge Spaß wurde in Mannschaften bei Spielen wie „Eier-Paddeln“, „Luftballon-Rallye“ und vielem mehr das Paddel-Geschick unter Beweis gestellt.

Anschließend ließen wir den Abend in geselliger Runde bei Pizza und Rotwein ausklingen.

 

Text und Fotos von Melanie

Wattwandern nach Spiekeroog – Pfingsten 2011

The same procedure… die Pfingsttour durchs Watt 2010 muss sich als sooo wunderschön herumgesprochen haben, so dass dieses Jahr sage und schreibe mehr als doppelt so viele NSBler und Gäste auf den schlickigen Fußweg nach Spiekeroog gemacht haben. Aus unserem Reisetagebuch:


Pfingstsamstag, 11.6.2011

Liebes Tagebuch, nach einigen frühmorgendlichen Hürden (verpasste Treffpunkte, kurzfristige Absagen, zu spät loskommen…) kamen doch alle noch rechtzeitig am Fährhafen Neuharlingersiel an. Dort gab es (mal wieder!) Probleme, das Gepäck korrekt etikettiert und bezahlt zum Zeltplatz befördern zu lassen. Nicht nur zweimal erfolglos Schlangestehen an zwei verschiedenen Schaltern war dazu nötig, sondern auch das Einräumen aller Taschen in einen Container, gefolgt vom Wiederausräumen und – nach einem Machtwort des Fährkapitäns, der die Tide nicht verpassen wollte – dem endgültigen (immer noch unbezahlten) Verladen der mit Zelten, Kochern und Schlafsäcken gefüllten Taschen. Die Fähre legte ab und ich dachte: Ob wir unsere Sachen auf Spiekeroog wieder finden würden? Wo? Und beim wem könnten wir sie für wie viel Geld auslösen?

Aber das würde sich finden: bis zum Start der Wattwanderung war noch ein Stündchen Zeit, die beim leckeren Bäcker Heinrich sinnvoll mit einem zweiten Frühstück verbracht wurde. Vor so einer Wanderung sollte man sich schließlich stärken!

Nach dem Transfer zum Startplatz Harlesiel trafen wir auf unsere netten Wattführer Ralf und Axel (www.wattwandern.de), wobei wir NSBler Axel zugeteilt wurden, der uns aufgeschlossen und kompetent das Watt und seine Bewohner zeigte.

Begann alles noch mit ein bisschen Sonnenschein und freundlichem Wetter wurde es schon bald ungemütlich: es gab zuerst viel Wasser von unten, die Priele waren ziemlich voll und alle haben eine ordentlich nasse Hose bekommen, der eine oder die andere war sogar bis zum Bauch drin. Und als ob das nicht genug sei: auf dem zweiten Teil der Wanderung schickte Petrus auch noch reichlich Wasser von oben. Aber schreckt das Wassersportler? Unser Wattführer Axel legte dann aber doch einen Zahn zu, damit wir bald an Land kamen.

Nach einigen Stunden kamen wir zwar nass, aber wohlbehalten auf Spiekeroog an. Das nahegelegene Cafe beim Umweltzentrum Wittbülten wurde aufgesucht, um sich mit heißen Getränken die Nässe und Kälte zu vertreiben. Aber da kam auch schon wieder die Sonne raus…

Langsam wanderten wir im Sonnenschein über die Insel und den Deich zum Hafen, wo wir in einem Container (fast) alle unsere Sachen fanden. Und mit dem Eintreffen der Abendfähre kam sogar ein Fahrer, der unsere Sachen gegen überraschend geringes Entgelt zum Zeltplatz transportierte, während wir schon voranliefen. Am Ende wurde also alles, was morgens so chaotisch begann, noch gut. Auch das vermisste Zelt fand sich auf dem Zeltplatz wieder an. Dort wurde nach den üblichem Papierkram das Lager auf dem recht vollen Platz aufgeschlagen und ein bisschen zu Abend gegessen. Die beiden Seekajakfahrer kamen an und wurden freundlich in Empfang genommen, sogar ein bezugsfertig aufgebautes Zelt stand schon für die beiden bereit.

Dann ging es zum abendlichen Konzert ins Laramie, zu Jonny Glut, der aber mit seinen etwas schiefen Tönen doch nicht alle Herzen der NSBler erobern konnte… aber das Lied „Reservier’ mir doch eine Kabine in deinem Herzen“ sollte für den einen oder anderen noch Bedeutung erlangen – aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden muss.

Pfingstsonntag, 12.6.2011

Liebes Tagebuch, der Sonntag wurde nach dem gemütlichen gemeinsamen Gruppenfrühstück

individuell verbracht, wobei die meisten doch irgendwie über die Insel spazierten, Strand, Ort oder geocaches besuchten,

während die beiden Paddler sie umrundeten. Diese beiden waren auch als erste wieder zurück!


Am Abend wurde gemeinsam gekocht und im Anschluss das Paddelballett trocken auf der Wiese geprobt – was die Zeltnachbarn wohl bei unserem “Ringelreihen” gedacht haben?

In der Dämmerung wurde auf ein letztes Getränk das Laramie aufgesucht, wo man die aufkeimende Wehmut angesichts des morgen anstehenden Abschiedes von der Insel verarbeiten konnte…

Spiekeroog, wir kommen wieder! Denn: „ich komm’ hierher jedes Jahr, Pfingsten hier ist wunderbar!“

AKW-Umzingelung auf dem Wasser

2011 jährt sich zum 25. Mal das Atomunglück in Tschernobyl – ein trauriges Jubiläum. Aus diesem Anlass – und ebenso aufgrund des  gegenwärtigen Reaktorunglücks in Fukushima – haben am Ostermontag mehr als 120.000 Menschen bundesweit gegen die deutschen AKWs protestiert. Die meisten Menschen sind dafür auf die Straße gegangen – wir aufs Wasser! Continue reading ‘AKW-Umzingelung auf dem Wasser’

Termine

Im nachfolgenden Kalender sind unsere Termine aufgeführt. Continue reading ‘Termine’




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