Archive for the 'Berichte' Category

NSB-Oste-Tour oder „Die Tour, wo vieles ins Wasser fiel“

Eigentlich…

Eigentlich sollte die Oste in zwei Abschnitten bepaddelt werden, so planten es unsere Organisatoren Ute und Peter: Ab Heeslingen bis Eitzmühlen, am nächsten Tag weiter bis Bremervörde.Ostetour track maps

Eigentlich gab es  Tage zuvor zu wenig Wasser für die Befahrung des Teils oberhalb Eitzmühlen, es gibt für die Oste eine Pegelregelung, welche Abschnitte des Flusses man bei welchem Wasserstand befahren darf. Daher fiel der Teil oberhalb von Eitzmühlen für uns vorläufig ins Wasser. Statt dessen sollte nun die Oste ab Eitzmühlen bis Bremervörde und von da aus am Sonntag noch ersatzweise der tidenbeeinflusste Unterlauf gepaddelt werden. So weit, so gut, eigentlich… Dann gab es ein paar starke Regenfälle, die den Oste-Pegel über Nacht von rund 6,80 (Donnerstag abend) auf ca. 7,60 m (Freitag vormittag) ansteigen ließen, 70 cm mehr als nötig für unser Vorhaben!

Pegel Oste 6-2016
Eigentlich könnten wir dann ja doch den Oberlauf paddeln, wenn so viel Wasser da ist! Super! Leider zogen diese Regen- und Gewitterfronten, die uns diese nötige Extraportion Wasser unter dem Kiel bescherten, nicht rechtzeitig zu Fahrtbeginn ab…

Eigentlich sollte es Freitagabend losgehen, mit Camping und Grillen in Eitzmühlen. Eitzmühlen bzw. der Wittenhof, das ist ein großer, einsam gelegener Hof mit riesiger und freier Zeltwiese direkt an der Oste. Nur eine Handvoll Dauercamper gibt es, nur eine dreiköpfige Familie schien außer uns anwesend zu sein. Gleich nebenan liegt die namengebende alte Wassermühle mit Landfrauencafe.

IMG_0242Allerdings fing es Freitag abend auf dem Weg nach Eitzmühlen an zu regnen. Im Radio hörte man während der Anreise schon Unwetterwarnungen für die zahlreichen Zelter auf dem Hurricane-Festival im nahegelegenen Scheeßel. Eine sehr kräftige Gewitterfront mit Starkregen sei im Anmarsch und in ca. einer Stunde da. Na prima – in einer Stunde wären wir auch da! Ein Blick ins Blitz- und Regenradar ließ nichts Gutes für Eitzmühlen hoffen… Angekommen in Eitzmühlen hatten wir die ganze nasse Wiese im kräftigen Regen für uns allein. Man konnte kaum aus dem Auto raus, ohne gleich durchnässt zu sein. Aus Bremen erreichten uns Nachrichten von heftigem Sturzregen und vollgelaufenen Kellerschächten, welche einige der noch in Bremen sitzenden Paddler dort aufhielten. Die Lust, jetzt unter diesen Bedingungen zu zelten und zu grillen war nur mittelmäßig ausgeprägt. So wurde nach einigem Hin- und Her-telefonieren mit den noch in Bremen weilenden Mitpaddlern beschlossen, erst mal nicht zu campen und das geplante Grillen zum Bootshaus zu verlegen. Womit die erste Zeltnacht in Eitzmühlen buchstäblich ins Wasser gefallen war. Zurück in Bremen regnete es nicht mehr und der Abend klang lecker mit Grillen am Bootshaus aus. Verabredet wurde ein Treffen am nächsten Morgen um 11 Uhr in Heeslingen, paddeln bis Eitzmühlen. Genug Wasser war jetzt da, unwahrscheinlich, dass bei den Regenmengen der Pegel wieder sinken würde.

Das Wetter um 11 Uhr in Heeslingen: Regen. Das Regenradar sagte, zwischen 12 und 13 Uhr würde es besser. Wir machten erst mal Pause bei einem Museumshof in der Nähe, wo wir einen Unterschlupf an ein paar Tischen und Bänken in einer offenstehenden reetgedeckten Scheune fanden, sie erinnerte in ihrem holzigen Vollgestelltsein ein wenig an unser Bootshaus. Dort gab es zwei Riesenstücke ganz frischen Butterkuchen aus dem benachbarten Museums-Steinofen plus Kaffee für nur 3 € pro Person.

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Man war dort erstaunt, dass wir so gerne in der ollen Scheune sitzen wollten? Nachdem der Gewitterregen nachließ, machten wir die Boote startklar und wollten endlich aufs Wasser… da hörte man schon wieder Gewittergrollen in der Ferne! Das Gewitterradar zeigte jedoch, dass es an uns vorbeiziehen würde und wir in die entgegen gesetzte Richtung paddeln würden. Also los!

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Als erstes fielen Ute und Bobby beim Einstieg ins Wasser. Währenddessen fing es erneut an zu regnen… sollte die Paddeltour am Samstag nun auch wegen Regens unmöglich sein und wie das Zelten gestern ins Wasser fallen? Aber Ute zog sich um und Bobby, der Hund, schüttelte sich das Wasser aus dem Fell und sie starteten erneut – und wurden gleich noch mal von oben nass wie alle anderen. Tapfer paddelte die Gruppe bei anhaltendem Regen los. Die Oste hielt allerlei Hindernisse für uns bereit, damit uns nicht langweilig würde. An mancher Stelle war schwer ein Durchkommen durch den dichten überhängenden Bewuchs und man hätte eine Säge gut gebrauchen können.

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Als Bobby bei einem Halt etwas Auslauf bekam und nicht gleich ins Boot zurückfand, rutschte er bei der Gelegenheit eine steile Böschung runter und fiel erneut ins Wasser. Einige Zuflüsse aus den benachbarten Mooren spülten bei dem ständigen Regen sehr reichlich torfig-braunes, aber klares Wasser in die Oste. Irgendwann im Laufe des Paddelns wurde der Regen tatsächlich weniger und wir kamen ziemlich nass und ausgekühlt in Eitzmühlen an. Jetzt noch die Autos holen, Zelt aufbauen, heiß duschen und dann gemütlich was essen… Die Zeltwiese am Hang war an einigen Stellen vom Dauerregen ziemlich sumpfig. Oder sollte man doch unten auf dem Sandhügel am Fluss zelten? Die außer uns als einzige Menschen auf dem riesigen Gelände anwesende Dauercamperfamilie riet uns bei dem ständig steigenden Wasserstand der Oste davon ab, am Flussufer zu zelten. Der Fluss könne durchaus überlaufen und dann stünde der ganze untere Teil der Zeltwiese unter Wasser.
Was an diesem Abend auch noch ins Wasser fiel, war eine heiße, erholsame Dusche nach dem ganzen Regen, der uns im Laufe des Nachmittags durchnässt hatte… Im Waschhaus funktionierten – wahrscheinlich wegen eines Blitzeinschlags einige Tage zuvor – weder Strom noch Warmwasser. So hatte das heftige Gewitter vom Donnerstag uns genug Ostewasser zum Paddeln beschert, aber um den Preis des Warmwassers in der Dusche. Dann also warmes Essen zum Aufwärmen!

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Am Ostestrand gab es Gegrilltes und Lagerfeuer, eine Feuerstelle mit Holz- und Kohleresten war schon da, der Dauercamper hat uns zu den von uns selbst gesammelten Holzstücken ein paar Scheite Holz geschenkt und später noch einen ganzen Topf bereits brennender Scheite. Jedoch begann es im Laufe des Abendessens wieder zu nieseln und irgendwann saßen alle eng aneinander unter einer kleinen Plane und es regnete mittlerweile wieder kräftiger… Man tauschte sich über die verschiedenen Regenradar-Apps aus, wo der Regen denn „so richtig schön“ dargestellt würde. So zog man sich – nachdem die Boote aus der potentiellen Überflutungszone getragen wurden – in die Zelte zurück, während es draußen munter weiter regnete.
Nun ja, schlimmer könnte es am Sonntag kaum noch kommen, oder?
Und es wurde (fast) alles besser! Sonntagmorgen gab es Sonne! Yeah!

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Das Zelt konnte trocknen, ein paar der nassen Klamotten vom Vortag auch. Lecker Frühstück im Sonnenschein auf der Wiese! Na gut, Warmwasser zum Waschen gab es immer noch nicht. Gegen Mittag ging es – ohne Regenjacke sondern im T-Shirt – auf die tatsächlich noch mal etwas angestiegene Oste, wo wieder viele große und kleine Hindernisse auf uns warteten. Einige der niedrig gelegenen Wiesen waren überflutet und ohne den hohen Wasserstand hätten wir an manchen Stellen gar nicht so viel Ausblick auf die umliegende Landschaft gehabt.

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Nur an einer Brücke mussten wir passen: es war zu wenig Platz drunter und so musste umgetragen werden. Bei der Gelegenheit gab es eine Rast auf der Brücke. Auf einer trockenen Wiese gab es eine weitere Pause,

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dann ging es – bei Sonnenschein und Schönwetterwolken, die dafür sorgten, dass einem nicht zu heiß wurde – weiter bis Bremervörde. Ein perfekter Paddeltag! Keiner ist gekentert, kein Regentropfen fiel, es gab reichlich Sonne, dabei war es nicht zu heiß, erfrischender Wind wehte und das alles in der schönen Landschaft! Dazu jede Menge blauer Libellen im Schilf. Das einzige, was am Sonntag ins Wasser fiel, war eine Sonnenbrille. Am Ende war die Fahrt abends in Bremervörde viel zu schnell zu Ende und nach dem sonnigen Tag erschien uns das allseits gegenwärtige kalte Wasser des Vortags, ob aus den nicht endenden Regenwolken, dem ungewollten Kentern, der durchtränkten Zeltwiese, den durchfeuchteten Klamotten und der kalten Dusche nur halb so schlim. Die ganze Tour war ein großartiges Erlebnis.

 

Alster-Grachten-Fahrt 2014

Zwei Frühaufsteher des NSB wagten sich am 4.10. zur 42. Alster-Grachten-Fahrt nach Hamburg. Um 9.30 sollte die Tour durch Hamburgs schöne Kanäle und über die Alster schon starten.

Pünktlich angekommen gab es im Startbüro nur etwas Durcheinander um die für den NSB reservierten Boote, aber letztlich bekamen wir einen fahrbaren Untersatz, mit dem die rund 22 km bewältigt wurden.

Das Wetter erinnerte eher an einen schönen Sommertag – allein ein bisschen Wind auf der Alster sorgte für ein paar Spritzer Wasser. Gegen 15:30 kamen wir wieder beim Bootshaus des VFL93 an, wo die Tour bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen ausklang.

Text und Fotos: M. H.

NSB Wattwandern 2014

Wattfahrwasser PrickenNun, wahre Frühaufsteher sind nur wenige NSBler, denn zum Wattwandern um 8 Uhr haben sich dieses Jahr nur zwei Paddler eingefunden, die diesmal über den Meeresgrund laufen statt paddeln wollten. Es ging mit Wattführer Frank – einigen schon aus den Vorjahren bekannt – wieder nach Spiekeroog. Da der Spiekerooger Zeltplatz völlige Überfüllung meldete und man das Gepäck zur Frühfähre um 6.30 hätte bringen müssen, wurde diesmal an Land übernachtet (wo es allerdings – Stichwort Ferienbeginn – auch recht voll war).  

Nach ca. 9 teilweise schlickigen Kilometern durchs Watt wartete auf die Wattläufer zur Belohnung ein schöner Inseltag mit spritzigem, erfrischenden Bad in der Brandung, Pommes & Eis, längeren Fußwegen in den Dünen und durch das idyllische Inseldorf zum Hafen.  

Drachen über SchilligWeil die alten Schuhe sowieso nass und sandig waren, schloss sich gleich am nächsten Tag ein weiterer, nahezu schlickfreier entspannter Wattspaziergang zur Vogelschutzinsel Minsener Oog an. Diese kleine, nur im Sommer von einem Vogelwart bewohnte Insel ist deutlich einfacher und schneller als Spiekeroog zu erwandern – man geht in einer Tide hin und nach einer kurzen halbstündigen Rast gleich wieder zurück. Das I-Tüpfelchen des Tages war ein Drachenfestival in Schillig, dem Start- und Zielort dieses Sonntags. Hier konnten die NSBler zum Abschluss des Wanderprogramms am Deich die Füße hochlegen und die bunten Drachen am Himmel bewundern. 

 

27. Weser-Tidenrallye 2014

Bei der letzten Weser Tidenrallye waren wir vom NSB aus nur zu zweit dabei. Bei der 27. Weser Tidenrallye 2014 immerhin schon zu viert! Wir steigern uns langsam. Da wir ein wenig mit dem Platin-Ziel geliebäugelt hatten, haben wir uns die Paddeltour von Bremen nach Nordenham gespart. Unsere Kajaks fuhren schon ein paar Tage früher auf dem Anhänger der Kanusportfreunde nach Nordenham. Wir mit dem Zug hinterher.

Weser-Tidenrallye Start Enten

Dort angekommen, bereiteten wir uns vor und trugen die Kajaks möglichst dicht an die Einlassstelle der Kajaks, um nicht wie vor 2 Jahren von den höheren Bootsstegen in die Kajaks zu müssen. Ein paar Paddler/innen haben diesen Versuch dieses Jahr mit einem Schlickbad beendet.

Startrampe Melli_und_Daniel Schlick

Wenn 250 bis 300 Paddler/innen gleichzeitig starten, kann man sich kurzfristig auch mal aus den Augen verlieren. So haben wir uns auch nach nicht mal 50 Metern verloren und bis zum Ziel auch nicht wieder gefunden. Den einen oder anderen Mitpaddler aus Bremen kennt man natürlich und so gab es die nächsten 4,5 Stunden immer wieder bekannte Gesichter zu sehen.

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Bei Sonnenschein, ca. 17°C und Wind aus Nordwest schob es uns langsam und gemächlich mit der Strömung die Weser hinauf Richtung Bremen. Es bildeten sich auch kleinere Wellen, auf denen man ein wenig surfen konnte.

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Kurz hinter Elsfleth wurde Platin schon aus den Gedanken gestrichen und wir haben uns auf Gold eingestellt. Die zweite Gruppe hatte mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und entschloss sich dazu, etwas gemütlicher das Silber-Ziel anzusteuern.

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Erschöpft, aber glücklich nach 4h und 28 min (Ø 9,9 km/h) im Ziel. Eine großartige und gut organisierte Veranstaltung, bei der der Natursport Bremen e.V. auch 2016 bestimmt wieder mit dabei sein wird.

Text: Tristan
Fotos: Tonia

Heidefluss-Tour-2014 – Luhe

Regen, Regen, Regen… so fing es Freitag in Bremen an!
Aber kaum in Garlstorf, unserem zweitägigen Basislager in der Heide, angekommen, war das Wetter wieder in Ordnung. Die nette Platzanweiserin hatte auf dem schwach belegten Campingplatz reichlich Raum für den NSB: unter Bäumen, eine schöne Ecke mit Tisch, Holzbänken und Abendsonne. Das bunte NSB-Camp mit seinen verstreuten Zelten um die hölzerne Sitzgruppe und den Kajaks auf dem Hänger sorgte dafür, das die gelangweilten Wohnmobilisten und Dauercamper des Umfeldes etwas zu gucken hatten.
Sogar einen trockenen wettergeschützten Aufenthaltsraum, der uns zwölfen am zweiten Abend bei Gewitter Unterschlupf bot und einen großen Schwenkgrill gab es neben den großzügig bemessenen Sanitäranlagen. Nicht zu vergessen der morgendliche Brötchenservice! Auf unseren Brötchentüten stand KANU. Ein „kleines“ Lagerfeuer wurde uns auch erlaubt. Nun ja, es wurde dann doch nach dem obligatorischen Grillen ein größeres, gemütliches Lagerfeuer, was besagte Dauercamper / Platzwarte und Platzanweiserin jeden Abend nach 22 Uhr auf den Plan rief… Der Vorstand des Zeltplatzes erlaubt kein offenes Feuer auf dem Platz!

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Macht ja nichts, wenn man so früh zu Bett geschickt wird vom Vorstand des Zeltplatzes – denn am nächsten Morgen sollte Melli doch gegen neun vom Bahnhof Winsen abgeholt werden – alle standen also wirklich früh auf, Frühstück um sieben (!) – um ja pünktlich Melli abzuholen bzw. die Tagesetappe in Angriff zu nehmen. Morgens konnten wir uns dann nicht des Verdachts erwehren, dass Mellis angeblich frühe Ankunft nur ein fauler Trick unserer Fahrtleitung sei, um uns endlich mal rechtzeitig auf’s Wasser zu bekommen – denn Melli hatte in letzter Minute abgesagt. Aber wo wir dann schon mal auf waren, konnten wir auch losfahren. Nur ’ne Viertelstunde hinter Plan! NSB-Rekord!

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Aber kommen wir endlich mal zum unserem eigentlichen Ziel, der Luhe: sie ist sehr schön, naturnah, große Strecken gehen durch Wälder, es gibt viele Mäander, wo man schön Kurven in der Strömung fahren kann und klares Wasser mit Badequalität (wenn auch noch sehr kalt). Im Wasser viele große, grün bewachsene Steine, die für den einen oder anderen Wirbel sorgen. Niedrig hängende Bäume, Hindernisse und ab und zu kleine oder größere Schwallstrecken oder Stufen sorgen für Abwechslung. Die Strömung der Luhe besorgt mit rund 4 km/h schon einen guten Teil des Fortkommens, man musste sich weniger für den Vortrieb anstrengen, sondern war mehr mit dem Lenken des Bootes um die zahlreichen Kurven und Hindernisse beschäftigt. Lustige Bootsstaus bildeten sich vor so manch einem Hindernis, wenn die ungewohnte Strömung die Kuhgraben-Paddler in einer engen Kurve zusammenschob.

Am Samstag setzten wir zwischen Raven und Wetzen ein und machten erste Erfahrungen mit den tief hängenden Ästen.

Berichtbild

Einige Schwallstrecken waren angekündigt, eine besonders lange bei Luhmühlen – sie lag auch noch hinter einer Kurve und war kaum einsehbar. Für Ungeübte und Neulinge etwas prickelnd. Aha – da gehts jetzt also runter, keine Möglichkeit zum Umtragen. Kneifen is‘ nich‘. DER VORSTAND testete die Strecke als erster und entschwand in Kurve und Schwall… weg war er! Aber war er auch unten angekommen? Man sah fast nichts von oben… Also gut, der nächste bitte! Und los! Yippie, ja der lange Schwall hat Spaß gemacht, die große Wasserrutsche! Weitere Highlights waren eine etwas höhere Stufe, bei der einige doch etwas nass wurden, die Rast auf einem sonnigen Kiesbett und auch eine Rast im Schatten.

Berichtbild Rast

Das Ende der Etappe war ein wirklich hoher, schräger Steg bei Bahlburg nach rund 18 km. Das spezielle Extra des Tages waren fünf reichlich alkoholisierte Herren in zwei Canadiern, die uns immer wieder begegneten und dabei jedes Mal blöde Sprüche, untermalt von lustigem Tröten, ließen.
Am zweiten Tag nahmen wir es mit dem oberen Flussabschnitt auf und wollten bei der Brücke Schwindebeck einsetzen, die sich aber so gar nicht als gemütlicher Einstieg präsentierte. Hauke fuhr noch eine Runde mit dem Auto und fand einen besseren Einstieg in der Nähe. Nach nur wenigen 100 Metern Paddelei ging es schon los – ein dicker, umgestürzter Baum lag quer über der Luhe.

Berichtbild Baum

Ein schmaler Spalt auf einer Seite war zwar hoch genug für ein Boot, aber ohne Paddler drin. Also: aussteigen (hat der Weidezaun Strom?) über den Baum kraxeln, Boot unterdurchschieben, wiedereinsteigen. Überhaupt war der Sonntag der Tag der komplizierten Hindernisse – allein drei Umtragen, davon eine mit 250m Länge und vielen Brennnesseln bzw. Kühen und eine mit 500m Länge durchs Wohngebiet sorgten am zweiten Tag dafür, dass wir zwar nur 13,6 km gepaddelt sind, aber insgesamt so lange brauchten, wie am Vortag. Sehr schöne Schwallstrecken, befahrbare Staustufen, schattige Passagen durch Wald sowie eine schöne Pause auf sonniger Gänseblümchenwiese belohnten uns aber für die Strapazen des Umtragens. Und nebenbei: Das Wetter war die ganze Zeit super, kein Regen, viel Sonne, die Luhebäume sorgten für angenehmen Schatten.

Es bleibt die Vorfreude auf die nächste Flusstour!

Heidefluss-Tour-2013

Unsere Heide-Kleinflusstour 2013 führte uns diesmal im Monat September an die Böhme. Nach bewährtem Muster haben wir uns wieder einen schönen und für uns unbekannten Heidefluss ausgesucht der mit einigen Baumhindernissen und idyllischen Abschnitten beworben wurde.

Am späten Freitagnachmittag ging es los Richtung Soltau und dessen nahe gelegenen Campingplatz Imbrock wo wir den Abend zwischen Grill und Lagerfeuer genossen. Der Campingplatz lag unmittelbar an der Böhme, so dass sich am Samstagmittag 10 muntere Paddler/innen in die Boote schwangen und aufbrachen.

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Für den ersten Tag hatten wir 17 km Strecke von Imbrock bis nach Vierde geplant. Der erste Eindruck war schon mal vielversprechend. Überhängende Weiden, viel Unterwasserpflanzen und ein gemütlich vor sich hin fließendes Gewässer machten gute Laune. Das Wetter spielte mit und breitere Abschnitte wechselten sich mit zum Teil dicht mit Schilf verwachsenen Abschnitten ab.

Da wir diesmal im September und nicht wie gewohnt im Mai paddelten fehlte der sonst obligatorische, revierverteidigende Schwan. Als Entschädigung gab es aber ein eher aufdringliches und nicht minder gefräßiges Mini-Pferd während der Pause an einem alten und verlassenen Sägewerk.

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Pünktlich als das Wetter schlechter wurde erreichten wir den Campingplatz Böhmeschlucht bei Vierde welcher direkt am Gewässer in einer Schleife der Böhme lag. Die Umgebung war etwas hügelig und mit dichtem Wald bewachsen, die Böhme hat sich hier deutlich ins Relief eingeschnitten was anscheinend namensgebend für den Campingplatz war. Die Zelte bauten wir wie es sich gehört direkt am Wasser auf und es gab lecker Nudeln und Tortellini. Trotz wieder einsetzendem und ziemlich hartnäckigem Regen entschlossen wir uns ein Lagerfeuer zu machen und nutzen es zum Aufwärmen und Trocknen unserer nach dem Essen nass gewordenen Sachen.

Boehme Boehme_Fluss Boehme_Lagerfeuer

Am zweiten Tag hatten wir 16 km von unserem Rastplatz bis Walsrode auf dem Plan. Die Böhme wurde hier bereits breiter. Wir fuhren häufiger durch waldige Abschnitte und erreichten in Bad Fallingbostel eine riesige Sohlgleite. Umtragemöglichkeit nutzen oder Augen zu und durch war hier die Frage.

Einige von uns entschieden sich im Boot sitzen zu bleiben und nutzten die im Norden eher seltene Gelegenheit etwas Wildwassererfahrungen zu sammeln. Die Quote der trocken gebliebenen Paddler blieb auch recht hoch. 😉 Zur Belohnung unserer Mühen wurde dort eine Pause eingelegt und direkt ein Eiscafé angesteuert. Zurück auf dem Wasser wurden wir von einem recht aufmerksamen Wachhund unsanft weitergetrieben und genossen die letzten Kilometer auf diesem schönen Fluss. In Walsrode stiegen wir dann aus, beluden den Trailer mit unseren Booten und zurück nach Bremen. Wieder einmal hatte sich unser Ausflug in die Lüneburger Heide gelohnt und wir behalten die Böhme in guter Erinnerung!

Text: Peter
Fotos: Sebastian

„Müllpaddeln“ – Bremen räumt auf 2014

Auch unsere 5. Teilnahme an „Bremen räumt auf“ war wieder ein voller Erfolg.
Bei schönstem Sonnenschein und 18°C sind wir mit 17 Personen auf der Kleinen Wümme, dem Kuhgraben und Torfkanal unterwegs gewesen, um größtenteils Reste von Kohltouren, ersten Grillpartys am Unisee, lustigen Anglerausflügen und allerlei Klein- und auch Großkram einzusammeln.

bra_Gruppe
vlnr: Fikret, Tristan, Daniel, Susan, Phillip (StBP), Achim (StBP), Lasse (StBP), Lukas (StBP), Tim, Tilia, Arne, Thomas, Max, Thomas, M., Andreas, Martina

Ein paar Beispiele:
2 PKW und LKW Reifen, 1 Fahrrad, mehrere Kanister, 2 Koffer, 3 Stühle, ein halber Kotflügel, ein selbstgebautes Fischernetz, eine Baustellenabsperrung, ein Metallkorb und 12 große Müllsäcke mit Flaschen, Plastik, Metallteilen usw.

M_und_M Kajaks Canadier

Drei Kanadier dienten uns als „Mutterschiffe“ um den mit 5 Kajaks eingesammelten Müll zwischenzulagern. Zusätzlich sind noch welche zu Fuß am Ufer entlang gegangen, um den Müll einzusammeln, den wir mit den Paddeln vom Wasser aus nicht erreichen konnten.

Muell2 Marktplatz Muell

Um bei unseren regelmäßigen Paddeltouren auch weiterhin den Müll sammeln zu können, der achtlos ans Ufer oder ins Wasser geworfen wird, wurden uns vom Landes-Kanu-Verband Bremen 10x der MUSS (Müll und Unrat Sammel Sack) gesponsert. Sie Säcke hängen jetzt bei uns im Bootshaus und können zu jeder Paddeltour mitgenommen werden.

MUSS

Vorab wurden wir auch schon vom Weser-Kurier besucht.
Die Online-Version des Artikels findet ihr HIER als pdf.

Wir bedanken uns bei allen, die in diesem Jahr mitgeholfen haben. 17 Paddler/innen hatten wir bisher noch nicht mit dabei. Unterstützt wurden wir auch noch durch 4 Paddler von Störtebeker und drei weiteren Gästen.

Text: Tristan
Fotos: Fikret & Tristan

Neujahrspaddeln 2014

Sechs Paddler und Paddlerinnen machten sich am Neujahrstag um 14 Uhr auf, um bei  einer sonnigen Paddelrunde die Saison zu eröffnen.

Neujahrspaddeln 2014

Es war mit ca. 8 Grad so mild, dass niemand Handschuhe anzog. Auch war –  wie sonst in manchem Jahr –  diesmal kein  Eisbrechen oder Aufwärmen am Tee erforderlich. So ging es entspannt auf die Strecke zum Kuhsiel.

Harriersand-Tour

Bei, für Bremer Verhältnisse, schon fast zu schönem Wetter, haben wir uns am Samstagvormittag (20.07.) getroffen, um die Kajaks auf den Anhänger zu laden. Sebastian konnte leider nicht mitpaddeln, war aber so nett uns den Anhänger nach Bremen Nord, zum Bootshaus von Tura, zu ziehen.

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Überpünktlich ging es dann mit den Kajaks auf die knapp 30 km lange Tour, über die Lesum bis nach Vegesack und von da über die Weser, vorbei an Industrieanlagen und dem Bunker Valentin, wo wir auf dem Elsflether Sand eine Pause eingelegt haben, in Richtung Harriersand.

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Nach etwas mehr als 3,5 Paddelstunden erreichten wir erschöpft unseren Campingplatz gegenüber von Brake. Wie sehr man sich doch auf einen Sprung ins kühle Nass der Weser freuen kann. Später wurden noch die Zelte aufgebaut, bevor es ans Anwerfen der Grills ging und das Buffet vorbereitet wurde.

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Da den meisten Mitpaddler/innen die Tour am Vortag etwas zu hektisch war, haben sich fast alle von uns eine Stunde früher auf den Rückweg gemacht, während die anderen noch beim Frühstück saßen. In Höhe von Farge hat man sich dann wieder getroffen. Ein kleines Highlight war für uns Klein-Kanal-Paddler noch der Autofrachter, der langsam an uns vorbei Richtung Bremen zog.

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Eine schöne Tour, die man auf jeden Fall wiederholen sollte.

Tag 1: rot ca. 28,9 km
Tag 2: grün ca. 29,5 km

Text: Tristan
Fotos: Tonia & Julia

Alster Grachten Fahrt 2013

Schon am Freitag hat kleine Gruppe unsere Kajaks auf den Anhänger geladen, damit wir Samstag nicht wie gewohnt zu spät an den Start gehen müssen.
Wie es aber natürlich so kommt, sind wir entspannt als letzte Gruppe ins Wasser gekommen. Obwohl Regen vorhergesagt war, blieb es den ganzen Tag über trocken und ganz kurz blinzelte uns sogar die Sonne zu.

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Es war eine schöne Abwechslung, mal über andere als unsere eigenen Kanäle paddeln zu können. Spätestens der Blick über die Alster auf Hamburg entschädigte das frühe Aufstehen. Bei den Schleusen zum Hafen waren dann nicht mehr wir die Touristen sondern wurden zur Attraktion für die zahllosen Touristen am Ufer der Alster und auf den Alsterdampfern.

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Leider konnten wir uns in diesem Jahr nicht den leicht überteuerten Bau der Elbphilharmonie im Hafen ansehen. Dafür ging es aber vorbei an schiefstehenden, alten Fachwerkhäusern in den Nikolaifleet. Zwischen „Holzbrücke“ und „Hoher Brücke“ liegt der letzte erhaltene Fleetabschnitt mit der typischen althamburgischen Bebauung.

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Nach der Schleusung, zurück auf die Alster, ging es direkt zur verdienten Erbsensuppe beim Hamburger Kanu Club e.V., den wir selbstverständlich wieder als letzte erreichten und auch wieder als fast letzte Gruppe verließen.

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Später erreichten wir nach einer kleinen Runde über ein paar weitere Kanäle wieder das Vereinsgelände des VfL 93 Hamburg e.V. Zur Stärkung gab es Leckeren Kuchen, Kaffee und Tee.
Ein schöner Ausflug, bei dem wir im nächsten Jahr bestimmt auch wieder dabei sein werden.

Text: Tristan
Fotos: Claudia



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